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BBL-Lage vor dem Spiel in Berlin

Jena vor dem ALBA-Duell: So steht Science City in der BBL

Science City Jena geht mit einer angespannten Saisonlage in das Auswärtsspiel bei ALBA BERLIN – aber auch mit einem kleinen Formsignal. Zwei Siege aus den jüngsten drei Partien zeigen, dass das Team von Headcoach Mike Taylor zuletzt punktuell Wege gefunden hat, enge Spiele zu ziehen. An der Gesamtlage ändert das zunächst wenig: Nach 33 Spielen steht Jena auf Rang 16 der easyCredit Basketball-Bundesliga.

Die Ausgangslage vor dem Spiel in Berlin

Als nächstes tritt Science City Jena bei ALBA BERLIN an. Tip-off ist am 10.05.2026 in Berlin, die Übertragung ist bei DYN angegeben.

Jena belegt nach 33 Spielen mit 24 Punkten Platz 16. Die Bilanz lautet 12 Siege und 21 Niederlagen – eine Siegquote von 36,4 Prozent. Dass 24 Punkte bei 12 Siegen zusammenkommen, passt zum in der Liga üblichen Tabellenpunkt-System, in dem ein Sieg typischerweise zwei Punkte bringt und eine Niederlage keine.

Auffällig ist die Verteilung der Resultate: Unter Mike Taylor holte Jena jeweils sechs Heim- und sechs Auswärtssiege, zugleich kamen 11 der 21 Niederlagen in Heimspielen zustande. Für ein Team im Tabellenkeller ist das ein Kernproblem, weil gerade die eigenen Spiele normalerweise die planbarste Chance sind, Punkte zu sichern und direkten Konkurrenten Abstand abzunehmen.

Zuletzt zwei Siege aus drei Spielen

Ganz ohne Rückenwind reist Jena nicht nach Berlin. Aus den letzten drei Spielen gab es zwei Siege:

  • 25.04.2026: Science City Jena siegte zu Hause mit 102:94 gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier.
  • 07.05.2026: In eigener Halle gewann Jena mit 81:79 gegen die MLP Academics Heidelberg.
  • 02.05.2026: Auswärtsniederlage bei den ROSTOCK SEAWOLVES mit 79:89.

In allen drei Partien war Joe Wieskamp Jenas Topscorer. Für die aktuelle Phase lässt sich daraus eine klare sportliche Lesart ableiten: Jenas Offense hängt in engen Spielverläufen stark daran, dass Wieskamp effizient punktet und konstant zu Abschlüssen kommt. Das kann ein stabilisierender Faktor sein – es erhöht aber auch den Druck auf das Kollektiv, über Ballbewegung und zusätzliche Scoring-Optionen Entlastung zu schaffen.

Denn trotz der jüngsten Erfolgsmomente bleibt der Trend heikel: In den vergangenen zehn Spielen setzte es sieben Niederlagen. Die beiden Heimsiege sind ein Lebenszeichen, sie kaschieren jedoch nicht, dass Jena über Wochen zu selten in einen verlässlichen Rhythmus gekommen ist.

Die Zahlen der Saison zeigen die Probleme

Die Teamstatistiken erklären, warum Jena im unteren Tabellendrittel festhängt. Häufig fehlt es an Konstanz und Kontrolle über 40 Minuten:

  • Offensiv: 81,5 Punkte pro Spiel (Gegner: 89,1)
  • Assists pro Partie: 15,3 (Gegner: 18,4)
  • Feldwurfquote: 42,7 % (Gegner: 45,6 %)
  • Rebounds: Jena 39,8; Gegner 40,0
  • Erzielte Gesamtpunkte: 2691 (Heimspiele: 1386)
  • Kader: 19 Spieler (9 Guards, 7 Forwards, 3 Center), Durchschnittsalter 26,9 Jahre
  • Trainerstab: Headcoach Mike Taylor, David Fränzle und Dominik Günthner
  • Heimspielstätte: Sparkassen-Arena Jena (Kapazität: 3125)

Science City Jena spielt seit 2025 in der Basketball-Bundesliga. Vor dem Auswärtsspiel in Berlin bleibt die Aufgabe klar: Die zuletzt erarbeiteten Erfolgsmomente müssen in belastbare Konstanz übersetzt werden – vor allem über bessere offensive Effizienz und mehr Stabilität in der Verteidigung, damit enge Spiele nicht zur Ausnahme bleiben.

Jena fährt mit negativer Saisonbilanz nach Berlin, aber nicht ohne ein aktuelles Signal der Konkurrenzfähigkeit. Entscheidend wird sein, ob das Team die jüngsten Ansätze über mehrere Viertel bestätigt – und nicht wieder in die Muster verfällt, die diese Spielzeit so oft geprägt haben.

Häufig gestellte Fragen

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