Alle fotografieren? im Stadtmuseum Jena: Fotografie als kulturelles Gedächtnis erleben

Event: Alle fotografieren? Alltags- und Amateurfotografie in Jena in Stadtmuseum Jena, Markt 7, 07743 Jena on 27. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

27. Oktober 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Stadtmuseum Jena
Markt 7, 07743 Jena, Deutschland

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5,00 €
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Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Jena im Spiegel der Fotografie entdecken

Die Ausstellung Alle fotografieren? Alltags- und Amateurfotografie in Jena im Stadtmuseum Jena führt durch die vielfältige Geschichte des lokalen Fotografierens. Vom frühen Amateurbild über die Fotozirkel der DDR bis zu heutigen Bildpraktiken in sozialen Medien entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Fotografie als Erinnerung und kulturelle Praxis

Historische Aufnahmen aus den Sammlungen des Stadtmuseums, private Archive und Fotografien aus Jenaer Fotoclubs machen sichtbar, wie Bilder persönliche Erinnerungen bewahren und zugleich Stadtgeschichte dokumentieren. Fotografie erscheint dabei als kreatives Ausdrucksmittel, als soziales Bindeglied und als visuelles Gedächtnis einer Stadt.

Vom analogen Abzug zum Smartphone-Bild

Die Kuratierung spannt einen Bogen von den Anfängen der Amateurfotografie über gemeinschaftliche Fotozirkel in der DDR bis zu digitalen Bildwelten sozialer Medien. Analoge Abzüge, Familienbilder und fotografische Zeugnisse des Alltags treffen auf aktuelle Arbeiten von Social-Media-Fotograf:innen. So wird erfahrbar, wie sich Bildsprache, Technik und Formen des Teilens verändert haben.

UNIFOK Jena und die Geschichte der Amateurfotografie

Besonderes Augenmerk gilt dem traditionsreichen Fotozirkel UNIFOK Jena e. V., der seit den 1960er-Jahren die fotografische Szene der Stadt prägt. Geöffnete Archive und ausgewählte Werke geben Einblick in individuelle Bildbiografien, gemeinschaftliches Lernen und die fotografische Praxis in der DDR. Eine begleitende Publikation dokumentiert die Entwicklung des Vereins und das Schaffen seiner Mitglieder.

Ausstellung als Forschungs- und Bildungsprojekt

Die Ausstellung verbindet Fotografiegeschichte, Alltagskultur, Mediengeschichte und visuelle Anthropologie. Sie ist Teil eines bundesweiten Forschungs- und Transferprojekts, das vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden sowie dem Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Göttingen koordiniert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Beteiligte Partner sind unter anderem das Seminar für Kulturanthropologie und Kulturgeschichte der Universität Jena, die Technischen Sammlungen Dresden und das LWL-Museum Henrichshütte.

Mitmachen und den eigenen Blick schärfen

Begleitende Veranstaltungen und Mitmachformate erweitern die Werkbetrachtung. Im Fotowettbewerb Jena entdecken – mein Lieblingsort oder Lieblingsblick können Besucherinnen und Besucher eigene Perspektiven auf die Stadt einbringen. Die Ausstellung eröffnet damit ein Kunsterlebnis, das kulturelle Bildung mit persönlicher Erfahrung verbindet.

Fazit: Bilder sehen, Geschichte verstehen

Besucherinnen und Besucher erwartet eine atmosphärische Ausstellung über Alltag, Erinnerung, Gemeinschaft und den Wandel fotografischer Medien. Die ästhetische Erfahrung reicht vom vertrauten Familienbild bis zur digitalen Selbstinszenierung. Wer Jena, Fotografie und Stadtgeschichte aus neuer Perspektive erleben möchte, sollte diese kenntnisreich kuratierte Ausstellung unbedingt live besuchen.

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Quellen:

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