Alle fotografieren? im Stadtmuseum Jena: Fotografiegeschichte erleben


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Fotografie als Spiegel des Alltags: Jena entdeckt seine Bildergeschichte
Die Ausstellung Alle fotografieren? Alltags- und Amateurfotografie in Jena im Stadtmuseum Jena öffnet den Blick auf eine lokale Fotokultur, die von analogen Familienaufnahmen über die Fotozirkel der DDR bis zu heutigen Smartphone- und Social-Media-Bildern reicht. Vom 4. September bis zum 30. Dezember 2026 entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen historischen Fotografien und gegenwärtigen Bildpraktiken.
Zwischen Erinnerung, Alltag und sozialem Miteinander
Fotografie bewahrt persönliche Augenblicke und erzählt zugleich von gesellschaftlichen Veränderungen. Historische Aufnahmen aus den Sammlungen des Stadtmuseums, privaten Archiven und Fotoclubs zeigen, wie Menschen ihre Stadt, ihre Familien und ihre Lebenswelt wahrgenommen haben. Jede Werkbetrachtung führt dabei zu einer grundlegenden Frage: Was verraten Bilder über die Zeit, in der sie entstehen?
Vom Fotozirkel der DDR zum digitalen Bildstrom
Ein besonderer Schwerpunkt gilt dem traditionsreichen Fotozirkel UNIFOK Jena e. V., der seit den 1960er-Jahren die fotografische Szene der Stadt prägt. Die Ausstellung macht sichtbar, wie Amateurfotografie als gemeinschaftliche Praxis gelernt, diskutiert und weiterentwickelt wurde. Den historischen Arbeiten stehen aktuelle Bilder von Social-Media-Fotograf:innen gegenüber. So wird die technische Entwicklung von der analogen Kamera zum Smartphone ebenso erfahrbar wie der Wandel fotografischer Öffentlichkeit.
Ästhetische Erfahrung und kulturelle Bildung
Die Präsentation verbindet kunsthistorische Einordnung mit alltagsnaher kultureller Bildung. Unterschiedliche Bildformate, Materialien und fotografische Haltungen machen die Ausstellungsatmosphäre abwechslungsreich: private Erinnerungsbilder treffen auf dokumentarische Aufnahmen, Vereinsfotografie und digitale Bildwelten. In dieser Gegenüberstellung entsteht ein Kunsterlebnis, das nicht nur Fotografiegeschichte vermittelt, sondern auch die eigene Wahrnehmung schärft.
Ein bundesweites Forschungsprojekt im Stadtmuseum
Die Ausstellung ist Teil eines bundesweiten Forschungs- und Transferprojekts zur Amateur- und Alltagsfotografie. Beteiligt sind unter anderem das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden, das Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Göttingen, das Seminar für Kulturanthropologie und Kulturgeschichte der Universität Jena, die Technischen Sammlungen Dresden sowie das LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Fazit: Fotografiegeschichte live erleben
Besucherinnen und Besucher erwartet eine anregende Ausstellung über Erinnerung, Gemeinschaft und den alltäglichen Blick auf die Welt. Alle fotografieren? lädt dazu ein, vertraute Bilder neu zu sehen und die eigene fotografische Praxis kulturgeschichtlich zu reflektieren. Wer Fotografie als Malerei mit Licht, soziales Gedächtnis und Dokument des Wandels erleben möchte, sollte dieses besondere Kunsterlebnis im Stadtmuseum Jena nicht verpassen.
Offizielle Kanäle von Stadtmuseum Jena:
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- Website: https://www.jenakultur.de/de/veranstaltungen/1047183?template_id=5951










