Daniel Ottensamer eröffnet in Jena ein großes Sinfoniekonzert mit Dvořák, Mozart und Rihm


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Ein Abend zwischen Naturzauber, Klarinettenlicht und sinfonischer Spannung
Mit dem Sinfoniekonzert: Dvořák, Mozart, Rihm startet die Jenaer Philharmonie am 17. September 2026 im Volkshaus Jena in ihre Donnerstagskonzert-Reihe. Unter dem Saisonfokus Planet Dvořák trifft große romantische Bildkraft auf Mozarts zeitlose Eleganz und Wolfgang Rihms scharf gezeichnete Gegenwart.
Der Klangraum öffnet sich
Schon der Auftakt verspricht ein Konzerterlebnis mit weit gespannter Orchestrierung und dichten Stimmungswechseln. Antonín Dvořáks sinfonische Dichtung Vodník zeichnet eine dunkle, erzählerische Klanglandschaft, in der Natur nicht bloß Kulisse bleibt, sondern als lebendige und verletzliche Kraft aufscheint. Dazu setzt die Jenaer Philharmonie unter Simon Gaudenz auf ein präzises Dirigat, das Transparenz und Dramatik in Balance hält.
Mozarts Klarinettenkonzert als leuchtender Mittelpunkt
Besonders gespannt darf das Publikum auf Daniel Ottensamer sein, der als Artist in Residence erstmals in Jena auftritt. Der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker bringt Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 mit jener Mischung aus Gesanglichkeit, Noblesse und tänzerischer Leichtigkeit, die dieses Werk seit Jahrzehnten zum Fixpunkt der Konzertliteratur macht. Wer live dabei ist, erlebt keine bloße Interpretation, sondern ein fein abgestimmtes Gespräch zwischen Solist, Orchester und Raumakustik.
Zwischen Stille, Bruch und Aufbruch
Dvořáks Notturno, Rihms Nature Morte – Still Alive und das Scherzo capriccioso spannen den Bogen von zarter Meditation bis zu temperamentvoller Bewegungsenergie. Gerade diese Dramaturgie macht den Abend so reizvoll: Erst schwebt die Musik, dann verdichtet sie sich, schließlich bricht sie mit voller sinfonischer Kraft auf. Das Ergebnis ist ein Konzertabend, der Emotion, Fachkunst und atmosphärische Dichte souverän verbindet.
Starker Auftakt für die Spielzeit 2026.2027
Die Jenaer Philharmonie eröffnet mit diesem Donnerstagskonzert nicht nur eine neue Reihe, sondern auch eine programmatische Reise durch Dvořáks musikalisches Universum. Für Klassikfans, die große Namen, kluge Werkfolgen und eine intensive Live-Atmosphäre schätzen, gehört dieser Abend zu den markanten Terminen des Herbstes in Jena.
Fazit: Wer Sinfonik mit Charakter, einen prominenten Solisten und ein fein kuratiertes Programm erleben will, sollte sich diesen Konzerttermin vormerken. Das Volkshaus Jena wird an diesem Abend zum Resonanzraum für große Gefühle und klangliche Entdeckungen – live entfaltet das seine ganze Wirkung.
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