Cindy-Adriana Speich in Jena: Lesung über Frauen, Rollenbilder und Selbstbestimmung


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Cindy-Adriana Speich in Jena: Eine Lesung mit klarer Kante
Wenn eine Frau zur Bohrmaschine greift, beginnt nicht nur eine Haussanierung, sondern auch eine gesellschaftliche Debatte. Cindy-Adriana Speich stellt in der Ernst-Abbe-Bücherei Jena ihr erstes Buch Ich bau mir 'ne Welt, die Männern nicht gefällt vor. Die Lesung verbindet persönliche Erfahrungen, trockenen Humor und einen scharfen Blick auf Rollenbilder, Selbstbestimmung und den ganz normalen Alltagssexismus.
Eine Baustelle als literarischer Ausgangspunkt
Die Geschichte beginnt mit einem sanierungsbedürftigen Haus, einem verdreckten Smartphone und dem spontanen Entschluss, einfach aufzunehmen. Aus den Baustellenmomenten entwickelte Cindy-Adriana Speich einen ungeschönten Content, dem inzwischen mehr als eine Million Menschen folgen. Ihr Buch überführt diese Erfahrungen in eine pointierte literarische Erzählung zwischen autobiografischem Bericht, Gesellschaftsanalyse und feministischer Publizistik.
Humor als Werkzeug gegen alte Rollenbilder
Speich erzählt von Situationen auf der Baustelle, am Familientisch und im Mutter-Alltag. Ihre Sprache bleibt direkt, sarkastisch und bisweilen derb, ohne die gesellschaftliche Dimension aus dem Blick zu verlieren. Im Zentrum stehen Frauen, die sich Raum nehmen, Entscheidungen treffen und handwerkliche, familiäre oder berufliche Zuständigkeiten nicht länger nach überlieferten Erwartungen ordnen.
Literatur im kulturellen Diskurs
Das Buch fragt, wie tief tradierte Vorstellungen von Weiblichkeit in den Alltag hineinreichen. Es geht um Abwertung, Hass und die irritierende Reaktion auf Frauen, die Dinge selbst in die Hand nehmen. Damit eröffnet die Lesung einen Gesprächsraum über Gleichberechtigung, Mutterschaft, Körperbilder und die politische Bedeutung persönlicher Selbstbestimmung. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt.
Eine Autor-Begegnung mit unmittelbarer Sprache
Das literarische Erlebnis lebt von der Nähe zwischen Autorin und Publikum. Cindy-Adriana Speich bringt eine Stimme auf die Bühne, die nicht aus der Distanz argumentiert, sondern aus gelebter Erfahrung spricht. Ihre Lesungs-Atmosphäre verspricht Klarheit, sprachliche Direktheit und jene Mischung aus Lachen und Nachdenken, die gesellschaftliche Fragen nachhaltig im Gedächtnis verankert.
Die Lesung in der Ernst-Abbe-Bücherei Jena richtet sich an alle, die sich für Gegenwartsliteratur, feministische Themen und gesellschaftlichen Wandel interessieren. Besucherinnen und Besucher erwartet eine engagierte Autor-Begegnung mit persönlicher Perspektive, politischer Relevanz und einer Sprache, die Widerspruch nicht scheut.
Fazit: Literatur, die zum Handeln ermutigt
Cindy-Adriana Speich zeigt, dass Einfach-machen nicht banal, sondern radikal sein kann. Wer diese besondere Lesung live erlebt, begegnet einer Autorin, die Humor als Widerstandskraft nutzt und vertraute Rollenbilder neu vermisst. Die Ernst-Abbe-Bücherei wird am 13. November 2026 zum Ort für literarische Debatte, Ermutigung und selbstbewusste Gegenwartsbeobachtung.
Offizielle Kanäle von Cindy-Adriana Speich:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: https://www.dtv.de/autor/cindy-adriana-speich-26452









