Jenaer Philharmonie bringt Genie und KI ins Kassablanca


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Genie versus KI: Wenn klassische Musik auf digitale Kreativität trifft
Die Jenaer Philharmonie lädt am Dienstag, 3. November 2026, zu einem außergewöhnlichen Konzertabend ins Kassablanca ein. In der Reihe Black Box begegnen traditionelle Kammermusik und algorithmisch erzeugte Klänge einem musikalischen Experiment über Ausdruck, Kreativität und die Zukunft der Musik.
Mozart trifft Musik-Automat
Im Zentrum steht der Dialog zwischen vier Orchestermusikerinnen und Orchestermusikern und einem von Jörn Arnecke und dem Komponisten Alex James Vaughan entwickelten Musik-Automaten. Die historische Formkunst von Wolfgang Amadeus Mozart tritt dabei in einen spannungsreichen Austausch mit digital erzeugten Klangstrukturen.
Zwischen Kammermusik und algorithmischem Klang
Auf dem Programm steht Mozarts Flötenquartett D-Dur KV 285. Ergänzt wird das Konzert durch Jörn Arneckes Werke Dreifacher Klang für Viola solo und Kreuzspiel für Flöte solo sowie weitere Kompositionen des Musik-Automaten am Zentrum für Musiktheorie der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.
Die Besetzung verbindet Flöte, Violine, Viola und Violoncello mit elektronisch beziehungsweise algorithmisch erzeugten Klangideen. So entsteht eine ungewöhnliche Bühnenperformance, in der Akustik, Orchestrierung, Synchronisation und die unmittelbare Live-Atmosphäre des Kassablanca aufeinandertreffen.
Musik als offene Debatte
Black Box versteht das Konzert nicht als reine Hörveranstaltung. Das Publikum erlebt ein musikalisches Forschungsfeld und ist eingeladen, über die Ausdruckskraft künstlicher Intelligenz, ihre Grenzen und ihre Chancen nachzudenken. Zwischen konzentriertem Zuhören und gemeinsamer Reflexion entwickelt sich ein Konzerterlebnis, das klassische Musik, Gegenwartsklang und Diskurs miteinander verbindet.
Mitwirkende
Ermunde Geuther übernimmt den Flötenpart, Torben Jans spielt Violine, Anne Schuster Viola und Markus Löbling Violoncello. Prof. Jörn Arnecke, Leiter des Zentrums für Musiktheorie an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, bedient den Musik-Automaten.
Fazit
Black Box № 1 verspricht einen Konzertabend jenseits vertrauter Hörgewohnheiten: Mozart, zeitgenössische Musik und künstliche Intelligenz treffen in einem lebendigen musikalischen Diskurs aufeinander. Wer klassische Musik neu entdecken und die Zukunft des Klanges unmittelbar erleben möchte, sollte dieses besondere Konzert im Kassablanca nicht verpassen.
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